Berlin International

17. November 2016 - von - Nic  - 


Soll nochmal jemand sagen, Berlin wäre provinziell;)

Veggie-Frühstück: Overnight Oats

21. September 2016 - von - Madame la Storch  - 

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Was (für eine Frühstücksportion):
ca. 40 g Haferflocken (kernig oder zart)
100 bis 120 ml Kuh-, Mandel- oder Soja-Milch
Obst (z.B. Banane, Pfirsich, Blaubeeren, …)
Chiasamen, Nüsse, Kakao, Zimt, … ganz nach Geschmack
evtl. Honig zum Süßen

Wie:
Am Abend die Haferflocken und Obst mit den Chiasamen, Nüssen, Gewürzen etc. in eine Schüssel geben und mit der Milch übergießen. Das Ganze umrühren, in ein Glas füllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Morgens das Power-Frühstück aus dem Kühlschrank nehmen und schmecken lassen!

Die Qual der Wahl

16. September 2016 - von - Nic  - 

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Ich hab schon gewählt, jetzt seid ihr dran! Für alle späten Unentschlossenen gibt es die Wahlprogramme, Wahlomat und Kiezüberblick ganz gut aufgemacht beim Tagesspiegel .

Auch wenn ich in Berlin seit knapp zwei Jahren beinahe nur noch einen Koffer stehen habe, möchte ich doch gern ein Sternenstäubchen mitentscheiden, in welche Richtung sich mein Kiez, meine Stadt, mein Heimatland bewegt. Wenn es daneben geht, habe ich es immerhin versucht. Wählen zu können ist in anderen Orten dieser Erde immer noch ein wortwörtlich hart erkämpftes Recht. Und wenn man nicht oder ungültig wählt? Auch live erlebt. Zum einen war ich in früheren Jahren mehrmals Wahlhelfer und habe mich damals schon gefragt, wieso jemand ins Wahllokal kommt, um dann Kraftausdrücke und sonstiges Gekritzel auf dem Stimmzettel zu verewigen. Dieses Jahr habe ich das Nichtwählen live bei Kollegen erlebt: erst den Brexit-Wahlumschlag liegen gelassen und hinterher die altbekannte „Oh hätte hätte Fahrradkette“-Ode gesungen.

Meine Kreuzchen setze ich auch, weil mich Menschen im Ausland auf Bautzen und Mecklenburg-Vorpommern ansprechen.

Berlin ist nicht einfach, aber hoffentlich können wir wenigstens das etwas besser.

#urbansculpture – künstlerische Straßenmonologe, Teil 1

04. September 2016 - von - Jens  - 

Jetzt geht es los! Ich hatte es bereits angekündigt. Ich werde mich in diesem großen, weiten Internet als Kunstkritiker etablieren. Dabei setze ich auf eine von mir selbstdefinierte Nische innerhalb der Streetart – nämlich auf die urbane Skulptur, ganz modern von mir mit #urbansculpture verhashtagt.

Starten wir also jetzt.

Gestern entdeckte ich dieses minimalistische Werk, dass ich oben direkt per Foto dokumentiert habe. Es fand sich mitten im Kiez, nur für eingefleischtes Publikum zu entdecken. Damit ist auch gleich das erste Statement gesetzt: Das Kunstwerk wird nicht an einem prominenten, hochfrequentierten Platz in der Stadt installiert, sondern zu den Menschen in die Wohnquartiere gebracht. Nähe zum Publikum wird hergestellt. Ist es ein Werk, das somit einen Bildungsauftrag verfolgt?

Das kann man auf den ersten Blick so interpretieren, auf den zweiten Blick geht es eben um Teilhabe. Die RezipientInnen sollen direkt aufmerksam gemacht werden. Die bzw. der KünstlerIn wollen das Angebot eines Dialoges direkt und ehrlich, unmittelbar an die Menschen bringen.

Doch was zeigt uns dieses Werk eigentlich? Wir sehen ein schweres Fahrradschloss, das geschlossen um einen Laternenpfahl liegt. Ein Pappkarton wurde so platziert, das er mit seinem geöffneten Deckel eine optische Brücke zur Laterne und dem Schloss schlägt. In dem Karton befinden sich Telefonkabel und eine Telefonverteilerbox. Die Kabel sind wirr durcheinander. Man kann nicht genau erkennen, ob es einzelne Kabel sind oder es ein wirklich langes ist.

Wie kann man dieses Werk nun für sich wahrnehmen? Die Laterne ist ein feststehender Punkt im urbanen Raum. Hier wird Licht gespendet, wenn es notwendig ist. Kann man hier schon einen Verweis auf religiöse Themen unterstellen? Wird Licht gegeben, wo sonst nur Dunkelheit herrscht? In einer Kleinstadt oder auf einem Dorf wäre das so zu interpretieren, in einer Großstadt, wie Berlin, läuft eine solche Deutung ins Leere. „Die Stadt ist erleuchtet – auch in tiefster Nacht“, sagte schon der alte Konfuzius. Die Laterne muss also hier als neuralgischer Punkt des Festigkeit, ja des Innehaltens und des Wiederkehrens gesehen werden.

Doch welche Rolle spielt das Schloss? Das Schloss sichert nichts – weder die Laterne noch ein Fahrrad, Kinder-Laufrad, ein Moped oder irgendein anderes Stadtmobil. Das Schloss hält am neuralgischen Punkt fest, doch ist es ohne Funktion. Dieses massive Schloss symbolisiert ganz klar und deutlich die Berliner Seele. Die Laterne steht fest und verändert sich dort nur langsam. Sie stand da schon als Gaslaterne, sie wurde mit elektrischem Licht bestückt und heute beherbergt sie das kalte Licht einer LED. BerlinerInnen lieben solche langsamen, kaum spürbaren Veränderungen. Das Schloss ist also die Berliner Urbevölkerung, die allein und etwas funktionslos an etwas Imaginärem festhält. Allein Laterne und Schloss bilden eine klare Botschaft – Kritik an der Gentrifizierung, in dem sie die Situation der BerlinerInnen aufgreift.

Allerdings dürfen wir den Karton samt seinem Deckel nicht vergessen. Der Karton ist offen, zeigt seinen Inhalt, lässt diesen Inhalt auch herausquellen. Transparenz ist das erste Stichwort. Der Pappkarton ruft zu Offenheit auf. Er bildet damit den Kontrast zum festhaltenden und funktionslosen Schloss – den BerlinerInnen. Der Inhalt, die Kabel und die Telefonverteilerbox sind nun leicht hergeleitet. Popkulturelle Kunst, wie eben Streetart bzw, urbanen Skulpturen, sucht immer wieder die Verbindung zur Realität und Mediensprache. Dieses Kabelwirrwarr bezieht sich auf den legendären Werbeslogan „Ruf doch mal an! Telekom“. Der direkte Aufruf, sich kommunikativ zu betätigen, ist eine klare und doch recht profane Botschaft an die einsamen BerlinerInnen: Sucht die Verbindung zu anderen Menschen, zu euren neuen NachbarInnen!

So konkret kann man diese #urbansculpture wahrnehmen. Und die KünstlerInnen gehen sogar noch einen Schritt weiter. Wie jede urbane Skulptur kann man das Gebilde als Müll wahrnehmen oder eben als Kunstwerk, das man verändern kann. Das Mashup als Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts findet hier wieder seine konkrete Anwendung, denn mindestens eine Person kann die Telefonkabelage mitnehmen und an- bzw. verwenden. Auch dem Punkt der sozialen Teilhabe sei damit Rechnung getragen …

Kommen wir zum Schluss, sonst wird der Beitrag auch einfach zu lang: Wir kennen weder UrheberIn des Werkes, noch Titel des Objektmixes. Doch wir erkennen ganz deutlich die Botschaft – Menschen dieser Stadt, redet miteinander – auch dann, wenn es nicht leicht ist, in dieser schnellen Zeit der vielen Umbrüche!

Was für ein wunderbares Statement so kurz vor den Berliner Wahlen und in Zeiten neuer NachbarInnen aus dem Ausland. Kultur kann manchmal so direkt sein und doch so minimalistisch.

Herzlichst, Ihr Jens Stoewhase

Experte für urbane Skultpuren

Friday Fives #1

26. August 2016 - von - Jenny  - 

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, das Ferienkind ist außer Haus und wir anderen drei sind schon wieder ziemlich im Alltag angekommen. Die Zeit im Urlaub habe ich auch genutzt, um zu überlegen, was ich bald anders machen möchte als bisher, vornehmen kann man sich ja immer etwas. Das Erste ist, das ich wieder öfter schreiben möchte, man könnte es auch bloggen nennen. Nicht nur passiv sein und lesen, sondern selber machen also. Buntraum von Nadine ist einer der Blogs, der mich oft positiv zum Nachdenken bringt und mich begleitet. Ihre Friday Fives möchte ich gern als Start nutzen.

Dabei geht es darum, im Alltag innezuhalten, den Stress Stress sein zu lassen und zu überlegen, was gut war in den letzten Tagen und wofür man dankbar ist.

Mama Ich denke in den letzten Tagen immer wieder dankbar an meine Mama, die voller Vorfreude allein mit K1 in den Urlaub gefahren ist und so für einige tolle Sommerferientage sorgt. Wenigstens zwei Tage würde ich allerdings gern mit ihr tauschen.

Nachricht In dieser Woche hatte ich die gute Idee, dem Mann eine Nachricht zu schicken, die am Ende wirklich für einen besonderen Abend zu zweit gesorgt hat.

Lesen Mehr Bücher zu lesen habe ich mir schon sehr oft vorgenommen. Gerade klappt es mit „Der Pfau“ von Isabel Bogdan ganz gut. Und für die Zeit damit und die Muße dabei, bin ich dankbar.

Momente Besondere Momente erlebe ich derzeit mit K2, da wir fast vier Wochen ganz allein mit ihm sind. Er hat eine große Uno-Leidenschaft entdeckt, darf viel öfter entscheiden als sonst und es fühlt sich gut an, sich mal wieder nur auf ein Kind konzentrieren zu können.

Sommerferien Diese Zeit ist für mich ganz klar die schönste des Jahres und dieses Gefühl, wenn das Ende des Schuljahres erreicht ist, ist immer wieder unglaublich. Im Alltag ohne Ferienkind genieße ich das Schlafen ohne dass der Wecker klingeln wird und die Freiheit, viele Dinge nicht tun zu müssen, die zu einem Alltag mit Schulkind nun mal gehören, ich sage nur Brotdose, Mappe kontrollieren, Zettel suchen, finden und ausfüllen usw.

Andere Friday Fives der Woche gibt es bei Nadine im Buntraum.

#urbansculpture – Ich habe meine Nische als Kunstkritiker gefunden

24. August 2016 - von - Jens  - 

Sie erinnern sich alle an die Hackfleischbesprechungen von Frau dasnuf. Ich bin ja nicht so der Hackfleischexperte, wenn es um die Interpretation geht. ABER ich interessiere mich für Kunst, und dabei auch sehr gern für Streetart. Nun gibt es recht viel Streetart in Berlin. Deshalb muss man sich schon seine Lücke suchen, will man es zu wahrem Kritikerruhm bringen. Die Nische muss nur klein und absurd genug sein, dann klappt das schon. 

Ich wähle daher innerhalb der Streetart die Nische der spontanen und urbanen Skulptur. Gleichzeitig kürze ich zukünftig den Fachbegriff „Urbane Sklutpur“ mit dem zeitgemäßen Hashtag #urbanscultpure ab. Das unterstreicht meine Verortung im hier und jetzt – Mitglied einer urbanen, mobilen Großstadtgesellschaft.

In den meisten Fällen handelt es sich bei #urbansculptures um das Arrangieren von Alltagsgegenständen im öffentlichen Raum, die gern mal als Müll identifiziert werden. Ein fataler Fehler, denn so ergeht es den meisten urbanen Skulpturen – sie werden von der Straßenreinigung nicht als eine neue Form von Readymades erkannt, sondern als Müll wahrgenommen und entsorgt. 

Die KünstlerInnen wissen das und um so wichtiger ist es, diese temporären Kunstwerke zu dokumentieren, sie im Kontext des Zeitgeistes einzufangen und dieser flüchtigen Kunstform ein Archiv zu geben. Denn das ist es, was wir Menschen wollen: dokumentieren, sortieren, ablegen, um uns später an unserer Ordnung zu erfreuen. Ich bediene somit sowohl alte deutsche Tugenden, wie Ordnung und saubere Dokumentation – als auch die Sehnsucht nach moderner, urbaner Kunst auf diesem für die Welt so wichtigen Blog.

In den kommenden Monaten werde ich an dieser Stelle immer wieder urbane Skulpturen, wie die hier abgebildeten, dokumentieren, analysieren und interpretieren. 

Es fasziniert mich, wie in diesen Werken so viele Ebenen in Einklang gebracht werden:

Readymades: Alltagsgegenstände werden durch die dreidimensionale Collage in Beziehung zueinander gebracht. Scheinbar widersprüchliches wird für aufmerksame ZuschauerInnen klar zusammengeführt.

Aktionskunst: Die KünstlerInnen wissen um das Temporäre ihrer Arbeiten. Sie müssen die Konzepte quasi im Kopf vorbereitet haben, sie auf der Straße zügig umsetzen und haben im Anschluss keinen Einfluß darauf, wie die RezipientInnen die Werke aufnehmen, verändern oder entsorgen.

Interaktion, Dekonstruktion und soziale Teilhabe: Häufig sind Bestandteile der urbanen Skulpturen voll funktionsfähige Möbel, Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik. Das Publikum kann durch Mitnahme einzelner Geräte oder Möbel mit den künstlerischen Arbeiten interagieren, sie dekonstruieren und gleichzeitig durch Nutzung der entnommenen Objekte in einem nichtkünstlerischen Kontext, ein kosnumorientiertes Bedürfnis befriedigen – also sozial im wörtliche Sinne teilhaben.

Kunst für alle: Jenseits von Interaktion und sozialer Teilhabe ist die #urbansculpture, wie die meiste Streetart jenseits von Museen und Galerien, ein Kunstform, die sich kostenfrei rezipieren und konsumieren lässt. Das zeigt klar, die Motive der ErschafferInnen dieser Kunstwerke sind zumindest primär nicht monetär getrieben. Das ist ein Ansatz, den man in der heutigen Kunst eher selten findet.

Zum Schluss möchte ich noch letzte Zweifel an meiner Expertise für neueste Kunstformen ausräumen. Hierfür empfehle ich die Lektüre meines Kurzaufsatzes „Fischstäbchen-Pizza-Rezept? Digitale Kunst der neuesten Form!“ aus dem Jahre 2012. 

Ich freue mich auf den zukünftigen Diskurs über diese neue Form der Straßenkunst und auch über mögliche eigenen Interpretationen der Arbeiten in den Kommentaren.

Herzlichst, Ihr Jens Stoewhase

Experte für urbane Skultpuren

Urlaub mit Kindern in der Vulkaneifel

04. August 2016 - von - Jens  - 

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Bis mir meine Herzensdame die Vulkaneifel als Urlaubsort vorschlug, hatte ich keine Ahnung wo die Eifel eigentlich genau liegt. Ich bin ja schon so alt, dass ich meinen Erdkundeunterricht zum Thema Deutschland in wesentlichen Teilen noch in der DDR bekam. Da war die Bundesrepublik nicht gerade oberstes Thema.

Die Herzensdame hatte jedenfalls eine sehr feine Ferienwohnung ausgecheckt und so fuhren wir also für eine Woche in die Vulkaneifel. Mit der Bahn und dem Bus – was man sich als mittelschwere Herausforderung mit einem drei- und einem neunjährigen Kind gern vorstellen mag. Denn wenn man von Berlin aus bis ans Schalkenmehrener Maar will, dann ist man schon mal so gute neun Stunden unterwegs.


Schalkenmehren ist ein wirklich kleines Dorf, das direkt am Ufer eines Maares liegt. Geformt wurde dieser Binnensee durch vulkanische Aktivitäten und das eben in dem Teil der Eifel, der deshalb Vulkaneifel heißt.

Für eine Familie ohne Auto ist dieser Ort schon recht abseits gelegen. Der nächste sinnvolle Bahnhof ist gut 40 Minuten mit dem Überlandbus entfernt – Gerolstein. Trotzdem hat die Ecke ihren Reiz. Man kann wirklich sicher gehen, dass man zur Ruhe kommt. Denn Schalkenmehren bietet „nur“ Wanderwege, ein Freibad, einen kleinen Campingplatz am Wasser, eine recht marode Minigolfbahn und im Sommer wirklich viel grün. Die Preise in der Gegend sind für touristische Verhältnisse moderat. Günstig würde ich sie allerdings auch nicht nennen.

Wir haben in der einen Woche, die wir Ende Juli dort verbrachten, zwei Tagesausflüge unternommen und es sonst ruhig angehen lassen.

Beim ersten Ausflug ging es per Bus ins benachbarte Daun. Obwohl Kurstadt blieb uns dieser Ort fremd. Daun kann ich nicht wirklich als schön bezeichnen. Im Wikipedia-Eintrag zur Stadt erfährt man, dass die Stadt ihre besten Kurzeiten in den 80er und 90er Jahren erlebt haben soll und inzwischen mit rückläufigen Besucher- und Bevölkerungszahlen zu kämpfen hat. Ein Bild, das sich für mich leider bestätigte. Man kann dem Ort nur wünschen, dass er einen Turn-around schafft. Als Papa muss ich sagen, dass mir das Angebot für Familien nicht gefallen hat. Es gibt zwar ein Kino, das mit seinen vier Sälen auch gleich den Namen Kinopalast trägt, aber der benachbarte Wild- & Erlebnispark Daun ist nur sinnvoll per Auto erreichbar und auch nutzbar. Wie mir eine Dame vom Wildpark auch per Telefon nachdrücklich erklärte. Schade ist das, weil nicht mal ein Shuttle-Service zur angegliederten Sommerrodelbahn und einigen zentralen Punkten des Parks angeboten wird. Klar, wir hätten ein Taxi nehmen können, preislich allerdings keine schöne Alternative.


Der Kontrast war um so größer, als wir in Cochem an der Mosel ankamen. Der Ort war gut eine Stunde und zehn Minuten von unserem Dorf entfernt, aber direkt und bequem per Bus für uns erreichbar. Die Stadt hat den natürlichen Vorteil an einem malerisch dahinfließenden Fluss zu liegen und über eine Burganlage zu verfügen, die sich ein offenbar völlig durchgeknallter Berliner Geschäftsmann hat nach seinen Ideen aufbauen lassen – Ende des 19. Jahrhunderts. Die Reichsburg Cochem war natürlich für die Kids der absolute Hit in Tüten. Unsere Touristenführerin, die uns durch die Burg führte, hatte sehr viel Verständnis für Kinder. Unser Neunjähriger und ich hatten eine tolle Zeit. Insgesamt ist Cochem natürlich durch Burg, Wein und Mosel ein totaler Touristenmagnet und komplett darauf ausgelegt. Als nichtmotorisierte Familie erleichtert einem das einen Aufenthalt ungemein. Die Infrastruktur ist nahezu perfekt.


Unser kleines Schalkenmehren muss sich als Urlaubsort auch nicht verstecken. Es ist eben ein kleines Dorf mit tollem Panorama und einem Freibad. Mehr haben wir nicht erwartet – aber auch nicht bekommen. Wer Action braucht, sollte womöglich den Fahrradtourismus der Region ausprobieren. Denn für RadlerInnen scheint die bergige Gegend interessant zu sein. Die meisten Überlandbusse nehmen sogar Räder auf einem Anhänger mit.

Fazit: Für eine Familie, die es sehr ruhig mag, sei die Vulkaneifel empfohlen. Möchte man Action, insbesondere für die Kids, so muss man sich mit Basics zufrieden geben oder wirklich mit dem Auto anreisen und Tagesausflüge mit viel Fahrerei einplanen. Wenn ich Berater für die Tourismusverantwortlichen der Region wäre, dann würde ich mehr familientaugliche Erlebnisangebote empfehlen. Vielleicht gibt es sie bereits und wir haben sie nur nicht gefunden. Hier würde ein Familienreiseführer Sinn machen. Vielleicht braucht es aber auch wirklich neue Angebote für Familien.

In einem Punkt hat mich die Vulkaneifel sehr positiv überrascht: In jedem Ort, in dem wir waren, habe ich öffentlich zugängliche Ladesäulen für Elektroautos und in Cochem sogar für E-Bikes gesehen. Das finde ich sehr sympathisch. Wenn alles klappt, bekomme ich in Kürze mein E-Auto und werde dann erst einschätzen können, wie unterschiedlich das Thema Elektromobilität in den deutschen Gemeinden angegangen wird.

Wie erstellt man das eigene E-Book? Ein Bloggerinnen-Interview.

02. August 2016 - von - Jens  - 

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Die Bloggerinnen Daniela (diekleinebotin.at) und Leonie (minimenschlein.de) haben am 1. August 2016 ein sehr feines E-Book mit 13 Eisrezepten zum Selbermachen veröffentlicht. Ich habe es mir direkt über und für mein iPhone heruntergeladen. Das digitale Büchlein ist sehr professionell gemacht. Deshalb bat ich die Beiden um ein kleines Email-Interview, denn viele BloggerInnen dürfte interessieren, wie man in gut zehn Tagen ein E-Book selbst erstellt und zum freien Download veröffentlicht. 

Liebe Leonie, liebe Daniela, wie seid ihr das Projekt angegangen? Gab es erst die Inhalte und dann die Idee für ein E-Book – oder wurden die Rezepte so getextet, dass sie „zwischen die Deckel“ eines E-Books passen?

Leonie: Nun, den Content hatten wir ja schon für unsere Blogs. Sowohl die Rezepte, als auch Fotos und Texte hatten wir bereits kreiert und veröffentlicht. Für das E-Book haben wir lediglich die Tonalität ein wenig verändert. Weniger Ich-Form, mehr Fakten.

Daniela: Genau, Leonie und ich haben die meisten Rezepte schon am Blog und wir fanden es eine gute Idee im Sommer eine Sammlung daraus zu machen.

Könnt ihr uns ein wenig in eure Projektpläne schauen lassen? Wie viel Zeit hat die Umsetzung in Anspruch genommen?

Daniela: Ich hatte die Idee erst 10 Tage vor der Veröffentlichung. iBooks Author ist relativ einfach zu bedienen und die letzten Arbeiten aufwändiger als gehofft, aber mit etwas technischer Unterstützung auch schnell möglich. So unterstützt WordPress den Upload von .ePub Dateien nicht ohne eine Änderung durch den Programmierer. Da ich nur neben den Kids arbeiten kann, kam ich auf weniger als 2-3 Stunden am Tag.

Leonie: Als Daniela auf mich zukam, steckte ich gerade in den letzten Urlaubsvorbereitungen. Aber als Blogger ist man lange Nachtschichten gewohnt und so haben wir es am Ende innerhalb weniger Tage geschafft, das E-Book zu veröffentlichen. Ich würde mal sagen, gefühlt war es ein „verlängertes Wochenende.“

Ihr habt das Buch zusammen veröffentlicht. Wie habt ihr die Arbeit zwischen euch aufgeteilt? Wer hat welche Stärken einbringen können?

Leonie: Daniela kam mit der Idee auf mich zu und kümmerte sich komplett um die Erstellung, Grafik und Layout. Ich habe erst am Ende noch mal ein bisschen an den Texten geschliffen und versuche übrigens nach wie vor, das E-Book bei iBooks zu veröffentlichen. Apple hat da seine Hürden, keine Frage …

Daniela: Das Layout war dank Vorlage nicht so kompliziert. Leider gibt es viele unterschiedliche Formate und so mussten wir einige optische Änderungen vornehmen.

Euer E-Book gibt es für Android- und iOS-Smartphones und Tabletcomputer. Es sieht auch noch sehr professionell aus. Welche Tools habt ihr für die Erstellung genutzt?

Leonie: Was die Erstellung betrifft, kann Daniela sicher mehr sagen. Zum Veröffentlichen braucht man außerdem das Programm iTunes Producer – wenn es denn dann funktioniert …

Daniela: iBooks Author, ist kostenlos bei Apple downzuloaden und auch direkt und recht intuitiv zu bedienen. Wenn alles bei Apple bleiben kann, kann so ein Booklet sicher innerhalb weniger Stunden toll gemacht werden. Weiters ist ein Programm für die Erstellung eines ansprechenden PDF-Dokuments notwendig, etwa Indesign.

Ich kenne aus der Spieleentwicklung, dass man bei einem Projekt auch Fehler macht oder noch mal die Richtung ändert. Könnt ihr sagen, was man vielleicht vermeiden kann, wenn man selbst ein E-Book veröffentlichen möchte?

Leonie: Vielleicht nehmen wir uns beim nächsten Mal ein bisschen mehr Zeit, weil wir nun wissen, dass die Einreichung bei iBooks mehrere Tage in Anspruch nehmen kann. Andererseits haben wir ein kostenloses, schönes, kleines Endprodukt und haben dies zum ersten Mal und nach bestem Wissen erstellt.

Je mehr Zeit jedoch so ein E-Book benötigt, desto mehr muss man sich am Ende dann auch Gedanken zur Monetarisierung machen. Geld zu verdienen stand für uns hier nicht im Vordergrund, wir haben keine Werbung im E-Book, es sind schöne, sauleckere Rezepte für Familien. Wenn man aber für ein E-Book originären Content erstellt, macht es Sinn, irgendwann auch über die Finanzierung nachzudenken. Aber das wollten wir mit diesem Booklet auf keinen Fall.

Eine Hürde die wir nicht bedacht hatten: Nur, weil ein E-Book bei iBooks toll aussieht, muss das nicht heißen, dass es bei Android auch so hübsch und gleichermaßen benutzerfreundlich ist. Tatsächlich mussten wir am Ende zwei Versionen machen, außerdem lassen wir derzeit ein PDF durch eine Grafikerin erstellen, weil Apple dies aus Lizenzgründen nicht mehr anbietet und alle kostenlosen Tools aus dem Web ein miserables Ergebnis angezeigt haben.

Daniela: Ja, Zeit! Unbedingt. Wir – ich! – haben hier den saisonalen Druck unterschätzt! Eis muss im Sommer gemacht werden, die Idee zu Eis, Eis Baby kam etwas zu spontan. Wie Leonie sagt, für umfangreichere Projekte muss man sich schon Partner suchen, damit die Balance erhalten bleibt. Der Aufwand unterschiedliche Formate anzubieten ist bei E-Books recht groß, denn für Amazon beispielsweise bräuchte man noch ein anderes…

Für mich ist es ein schönes Projekt mit großem Lerneffekt und ich bin jederzeit bereit es zu wiederholen!

Vielen Dank für dieses Interview.

Warum findet sich dieses Thema auf pixlpop.de? Ich bin selbst Papa, publiziere beruflich sehr viel, interessiere mich für Tech-Themen sowie das eigenständige Produzieren von Medien. Und ich habe vor einigen Jahren auch noch mit Leonie gearbeitet. Schon deshalb verfolge ich ihre Aktivitäten als erfolgreiche Bloggerin sehr gern. Darüber hinaus habe ich im letzten Sommer selbst ein Rezept für sojafreies Schokoeis für unseren kleinen Sohn ausprobiert, da er auf Soja und Haselnüsse allergisch reagiert. Und suche immer mal wieder nach Ideen für selbst gemachtes Eis. 

Nintendo & Sega – The Return of the Retro-Konsolen

25. Juli 2016 - von - Jens  - 
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Für Moms und Dads, die ihre eigene Kindheit und Jugend vor klassischen Spielekonsolen verschwenden durften, ist das Jahr 2016 ein Hit. Sowohl Nintendo als auch Sega legen jeweils eine Klassikerkonsole in verkleinerter Form und mit vorinstallierten Original-Games auf. Und alle so YEAH!

Nintendo Classic Mini NES

Anfang Juli hat Nintendo gleich zwei mal positive PR für sich verbuchen können. Der Launch von PokémonGO ließ kurzfristig die Aktien des Konzerns in die Höhe fliegen, die Betonung liegt auf kurzfristig. Denn Nintendo hat mit der Spiele-App nicht wirklich viel zu tun, was irgendwann auch die Investoren merkten und Teile ihrer Aktienpakete wieder abstießen.

Mit dem NES mini oder auch „“ ist da etwas mehr Nachhaltigkeit am Start. Das gute Stück soll für ca. 70 Euro über die virtuelle Ladentheke der Onlineshops gehen und das ab dem 11. November 2016. Mit dabei sind solche Spielekracher, wie Super Mario Bros. 1-3, Donkey Kong und The Legend of Zelda. Die Kollegen von Gamestar haben bereits ein Gameplay-Video mit allen 30 Original-Retro-Games veröffentlicht. Look at this, ist amazing!

SEGA

Ich bin ja ein großer Freund von Retro-Games. Allerdings habe ich die Originale früher auf einem Amiga 500 oder bei meinem Schulfreund Phillip auf dem SEGA Mega Drive gezockt. Apropos Sega Mega Drive! Auch da kann man ein fröhliches Revival beim nächsten Klassentreffen feiern. Denn das Sega Mega Drive kommt als Classic Edition – analog zum NES mini, quasi. Für Nintendo ist das vielleicht etwas blöd, denn die Sega-Konsole soll bereits im Oktober zu haben sein. Das Gerät ebenfalls mit vorinstallierten Klassikern aufwarten. So ist die Mortal-Comabt-Reihe dabei, natürlich Sonic mit diversen Spielen und auch einer der Hits: Columns.

Sega Mega Drive Classic

Leider hat man vergessen, mein absolutes Sega-Mega-Drive-Game NBA Jam wieder ins Programm aufzunehmen. Fehlt eigentlich nur noch der Gameboy in seiner Urform, aber kleiner und mit den 100 besten Spielen auf einer SD-Karte.

Welche waren eure liebsten Games und auf welchen Kisten habt ihr sie gedaddelt? Ich freu mich auf Kommentare.

Störche – Abenteuer im Anflug

11. Juli 2016 - von - Jens  - 
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Am 27. Oktober 2016 ist Kinostart für „Störche – Abenteuer im Anflug“ und ich werde zusehen, dass ich mit meinem großen Kind im Kino vorbeischaue. Das Filmchen wurde produziert von Machern von „Lego – The Movie“. Und schon dieser Film war großes Kino – insbesondere für Lego-Fans, aber auch für mich als Fan von guten Trickfilmen.